Wichtigste Erkenntnisse

  • Teleoperation im Rekordbereich: Der Roboter MH3 lässt sich über VR-Headset und haptische Handschuhe aus einer Entfernung von bis zu 1.500 km fernsteuern.
  • Technologie: Mobile Plattform auf Rädern sowie das Sichtsystem Hadron Vision System, basierend auf NVIDIA-Jetson-Chips.
  • Produktion: Acht Prototypen befinden sich in der Testphase, die Serienproduktion startet Anfang 2027 mit dem Ziel, innerhalb von drei Jahren mehrere tausend Einheiten zu fertigen.

Ein Humanoide für widrige Umgebungen

Mirsee Robotics, ein kanadisches Unternehmen, hat den MH3 vorgestellt, die dritte Generation seines humanoiden Roboters für Hochrisiko-Industrieeinsätze. Acht Prototypen durchlaufen derzeit operative Tests. Die industrielle Serienfertigung beginnt Anfang 2027, mit dem Ziel, in den folgenden drei Jahren mehrere tausend Einheiten zu produzieren.



MH3: Der humanoide Roboter mit Teleoperation bis 1.500 km - Foto 1

Technische Spezifikationen

Der MH3 verzichtet auf zweibeinige Fortbewegung zugunsten einer mobilen Plattform auf Rädern – eine Entscheidung, die Stabilität und Akkulaufzeit erhöht, welche bei 10 Stunden Dauerbetrieb liegt. Das Teleoperationssystem ermöglicht die Fernsteuerung über eine Distanz von bis zu 1.500 km mittels VR-Headset und haptischen Handschuhen und erlaubt so Einsätze in für Menschen unzugänglichen Bereichen. Jeder Arm hebt eine maximale Last von 30 kg, verteilt auf 31 Freiheitsgrade, die präzise Gelenkbewegungen gewährleisten. Die Umgebungswahrnehmung übernimmt das Hadron Vision System, aufgebaut auf NVIDIA-Jetson-Hardware.



MH3: Der humanoide Roboter mit Teleoperation bis 1.500 km - Foto 2

Der Zielmarkt

Das Projekt reagiert auf den Arbeitskräftemangel in der Chemie-, Bergbau- und Wasseraufbereitungsbranche, wo die Gefährdung menschlicher Arbeitskräfte weiterhin hoch bleibt. Mirsee setzt auf spezifische vertikale Anwendungen statt auf einen generalistischen Humanoiden – eine Strategie, die 2027 direkt an den Produktionsvolumen gemessen wird.