Wichtigste Erkenntnisse
- Materialwiederverwendung: EGAT hat in den letzten zwanzig Jahren über 28 Millionen Tonnen Asche wiederverwendet und dabei 23,8 Millionen Tonnen CO₂ vermieden.
- Programm: Dritte Ausgabe von "EGAT Green i", gegliedert in zwei Herausforderungen: Circular Innovation Challenge und Sustainable Concrete.
- Partnernetzwerk: Acht beteiligte Organisationen, darunter TGO, das Industrieministerium, GIZ, CPAC und Siam City Cement, um die Prototypen zur Marktreife zu führen.
Dritte Ausgabe des Programms
Die Thailändische Stromerzeugungsgesellschaft (EGAT) hat die dritte Ausgabe von "EGAT Green i" gestartet, einem Programm, das 2024 als Plattform zur Sammlung von Umweltideen ins Leben gerufen wurde. Die zweite Ausgabe, die sich auf das Thema Kreislaufwirtschaft konzentrierte, richtete sich an Studierende und junge Talente. Die Version 2026 ändert ihren Charakter: kein Ideenwettbewerb mehr, sondern ein vollständiger Weg vom Konzept über den Prototyp bis zur Kommerzialisierung.

Der Gouverneur von EGAT, Narin Phaowanich, erklärte, dass der Übergang zu einer emissionsarmen Gesellschaft erfordere, dass Wissen und Kreativität sich in Innovationen verwandeln, die konkrete Probleme lösen und messbaren Wert schaffen können.
Zwei parallele Herausforderungen: Industrieabfälle und Zement
Das Programm gliedert sich in zwei Bereiche. Der erste, genannt "Circular Innovation Challenge", richtet sich an Universitätsstudierende, Forscher und Start-ups mit dem Ziel, Lösungen für das Ressourcenmanagement und die Reduzierung von Industrieabfällen durch Künstliche Intelligenz, Internet of Things und Data Analytics zu entwickeln, angewandt auf die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.
Der zweite Bereich, "Sustainable Concrete", bindet Forscher, Start-ups und Industrie in die Entwicklung von Baumaterialien mit niedrigen Kohlenstoffemissionen ein. Zentraler Punkt ist die Nutzung der Nebenprodukte der Stromerzeugung von EGAT — Flug- und Bodenasche aus Braunkohle sowie synthetischer Gips — um herkömmlichen Zement teilweise zu ersetzen, mithilfe von Technologien auf Basis von Geopolymeren.

Der Ausgangswert ist bereits gefestigt: In den letzten zwanzig Jahren hat EGAT über 28 Millionen Tonnen Asche wiederverwendet und dabei die Emission von 23,8 Millionen Tonnen CO₂ vermieden.
Acht Partner für ein Innovationsökosystem
Das Projekt bindet ein Netzwerk von acht strategischen Partnern ein: die Organisation für das Management von Treibhausgasen Thailands (TGO), das Industrieministerium, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), den Zementverband Thailands sowie Unternehmen aus dem Bausektor wie CPAC und Siam City Cement.
Diese öffentlich-private Struktur zielt darauf ab, die Projekte von der Forschungsphase bis zur Marktanwendung zu begleiten, einschließlich der Möglichkeit des Zugangs zu öffentlichen Aufträgen für die entwickelten Innovationen.

Ziele zur Emissionsreduzierung
Das Programm fügt sich in die Strategie von EGAT für den Energiewandel ein, mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 30% gegenüber 2021 zu senken, und Kohlenstoffneutralität bis 2050. Der Fall der in Baumaterial umgewandelten Kohleasche zeigt, wie der Abfall eines Industrieprozesses zum Produktionsinput für einen anderen Sektor werden kann.
