Die wichtigsten Punkte
- Doppelte Weltspitze: Singapur führt das Julius-Baer-Ranking bereits das dritte Jahr in Folge an, während die Economist Intelligence Unit Zürich gleichauf an die Spitze der globalen Rangliste stellt.
- Der Luxusmarkt legt zu: Für Singapur wird 2025 ein Wachstum von 7 % bei den Verkäufen exklusiver Güter erwartet – ein Zeichen ungebrochener Dynamik.
- Zürich klettert drei Plätze nach oben: Die Schweizer Metropole überholt traditionell dominante Standorte wie Hongkong und London, getragen von der Stärke des Schweizer Frankens und einem robusten Premium-Immobiliensektor.
Zwei Metropolen der Exzellenz im Fokus internationaler Rankings
Die Welt des Luxus kennt ihre eigenen Hierarchien, ihre Tempel und ihre jährlichen Rankings, die weniger den Prunk messen als vielmehr die Beständigkeit, die Exklusivität und die Fähigkeit, jene anzuziehen, die ihren Wohlstand bereits erreicht haben und ihn nun festigen wollen. Der Julius Baer Global Wealth and Lifestyle Report 2025 hat zwanzig Kategorien von Gütern und Dienstleistungen der Oberklasse durchleuchtet, von Privatschulen über Business-Class-Flüge bis hin zu Uhren und Sterne-Restaurants, in 25 Metropolen weltweit. Das Ergebnis ist eindeutig: Singapur bleibt die weltweit begehrteste Stadt für einen Lebensstil der Extraklasse und bestätigt damit eine Vormachtstellung, die nun bereits drei Jahre andauert. Dahinter komplettieren London und Hongkong das Podium, doch eine andere Stadt stiehlt im oberen Teil der Rangliste die Show: Zürich.


Singapur, der Stadtstaat ohne Konkurrenz in Südostasien
Das Geheimnis der Dominanz Singapurs ist kein Rätsel, sondern das Ergebnis eines mit chirurgischer Präzision aufgebauten Ökosystems. Felsenfeste politische Stabilität, nahezu verschwundene Kriminalität, eine Infrastruktur, die mit der Zuverlässigkeit einer Schweizer Uhr funktioniert (welch Ironie), und ein privates Gesundheitssystem, das zu den effizientesten der Welt zählt: Das sind die Zutaten, die den Stadtstaat zu einem Anziehungspunkt für all jene machen, die Vermögen schützen und einen Lebensstil verteidigen wollen. Es ist kein Zufall, dass mehr als 240.000 Millionäre Singapur als operativen und residenziellen Standort gewählt haben und damit eine Nachfrage nach exklusiven Gütern befeuern, die keinerlei Anzeichen von Abschwächung zeigt.
Das System der Fahrzeugbesitzzertifikate stellt eines der meistdiskutierten Merkmale des singapurischen Modells dar: ein weltweit einzigartiger Regulierungsmechanismus, der den Zugang zum Fahrzeugbesitz strikt reglementiert und den Autokauf zu einem beinahe zeremoniellen Ereignis macht. Ebenso behauptet sich der Markt für Damentaschen und Luxusschuhe in Singapur stabil an der Weltspitze der Branchenrankings, genauso wie der Immobiliensektor und der Bereich der privaten Gesundheitsversorgung, die beide weltweit auf dem dritten Platz ihrer jeweiligen Kategorie liegen. Das Resultat ist ein gesunder Luxusmarkt: Die Verkäufe exklusiver Güter im Stadtstaat dürften 2025 um 7 % wachsen – ein Wert, der die Vitalität eines Sektors bestätigt, der weit von jedem Anzeichen einer Verlangsamung entfernt ist.

Zürich, die eidgenössische Festung, die die Weltranglisten erklimmt
Während Singapur das asiatische Bollwerk der Exzellenz verkörpert, verkörpert Zürich dieselbe Philosophie auf europäischer Seite – mit einem Aufstieg, der im vergangenen Jahr selbst erfahrene Beobachter überrascht hat. Der Julius-Baer-Bericht platziert die Schweizer Stadt auf dem fünften Gesamtrang der weltweiten Top Ten der Elite-Metropolen, doch es ist die Analyse der Economist Intelligence Unit, die über 400 Produkte und Dienstleistungen in 173 Städten weltweit beobachtet, die Zürich an die absolute Spitze krönt – gleichauf mit Singapur.

Der Aufstieg Zürichs verlief rasch und entschlossen: Die Stadt gewann drei Plätze in der Rangliste und überholte damit historisch dominierende Standorte wie Hongkong und London. Hinter diesem Sprung steht die außergewöhnliche Stabilität des Schweizer Frankens, einer Währung, die sich als eine der solidesten und begehrtesten auf internationaler Ebene bestätigt und selbst in Phasen größter Turbulenzen an den globalen Märkten Stabilität vermittelt. Der Wohnimmobiliensektor im Stadtzentrum hat sich als eines der dynamischsten Segmente weltweit etabliert, flankiert von einer wachsenden Nachfrage nach hochwertigen Fahrrädern, exklusiven Lederwaren und privaten Gesundheitsleistungen auf höchstem Niveau. In einem geopolitischen Kontext, der von verbreiteter Unsicherheit geprägt ist, präsentiert sich Zürich als Symbol für Werterhalt und strukturelle Verlässlichkeit – Eigenschaften, die der Luxusmarkt systematisch belohnt.

Der globale Luxusmarkt kennt keine Verlangsamung
Auf internationaler Ebene zeigt der Sektor der Luxusgüter und -dienstleistungen weiterhin robuste Wachstumssignale, begünstigt durch die anhaltende Inflation und die Währungsschwankungen, die die aktuelle globale Wirtschaftsphase kennzeichnen. Vor diesem Hintergrund behauptet Singapur souverän den ersten Gesamtrang im Julius-Baer-Ranking 2025, gefolgt von London und Hongkong, während Zürich seinen fünften Platz Jahr für Jahr weiter festigt.
Ob es die regulatorische Effizienz und die Binnennachfrage sind, die die asiatische Vormachtstellung nähren, oder die Währungsstärke und finanzielle Stabilität, die den eidgenössischen Aufstieg tragen – die Botschaft der internationalen Märkte ist eindeutig: wahre Exzellenz zieht in wachsendem Maße Kapital, Millionäre und mediale Aufmerksamkeit an. Zwei unterschiedliche Ökosysteme, zwei verschiedene Philosophien, ein gemeinsamer Nenner: Exzellenz bestätigt sich als ein sich ständig weiterentwickelndes globales Wettbewerbsfeld, in dem die Karten jedes Jahr neu gemischt werden und keine Vormachtstellung je endgültig gesichert ist.
