Die wichtigsten Fakten

  • Kerntechnologie: Der Sensor FirstVR von H2L erfasst Mikrobewegungen der Wadenmuskulatur und übersetzt sie in zwei Indizes, "Genkido" und "Relax-do", die auf dem Avatar des Nutzers sichtbar werden.
  • Partnerschaft: Der Dienst wurde von H2L in Zusammenarbeit mit NOMURA Co., Ltd. entwickelt und am 29. Juni 2023 unter dem Namen BodySharing® for Business eingeführt.
  • Verfügbarkeit: Freemium-Modell, zugänglich über den Browser, Registrierung in 3 Minuten, Team-Dashboard zur Überwachung von Vitalität und Entspannung des gesamten Teams.

H2L und NOMURA Co., Ltd. haben BodySharing® for Business vorgestellt, eine virtuelle Büroplattform, die den physischen Zustand von Mitarbeitenden über biometrische Indikatoren auf Avataren sichtbar macht. Das System soll die kommunikative Lücke schließen, die durch Remote-Arbeit entsteht, indem verlorene nonverbale Signale durch in Echtzeit gemessene Muskeldaten ersetzt werden.



BodySharing for Business: Muskelsensor für virtuelle Büros - Foto 1

Der tragbare Sensor im Zentrum des Systems

Das Gerät FirstVR, von H2L als weltweit erster Sensor für muskuläre Verschiebung bezeichnet, wird an der Wade getragen und nutzt aktive optische Erfassung, um Mikrobewegungen aufzuzeichnen. Die gesammelten Daten werden in die Cloud übertragen, wo ein Machine-Learning-Modell sie verarbeitet, um zwei Parameter zu erzeugen: den "Genkido", der den Grad der körperlichen Ermüdung misst, und den "Relax-do", der das Ausmaß psychologischer Anspannung angibt.

Vom biometrischen Wert zum Avatar

Die beiden Indikatoren werden in Echtzeit mit dem Erscheinungsbild des Nutzer-Avatars in der Metaverse-Umgebung synchronisiert. Ein Kollege mit hohen Genkido- und Relax-do-Werten erscheint mit einem strahlenderen Avatar, ein Signal für die Bereitschaft zu anspruchsvollen Aufgaben. Ein matter Avatar deutet dagegen auf einen erschöpften Zustand hin und legt nahe, die Interaktion zu verschieben. H2L und NOMURA geben an, dass dieser Mechanismus die Effizienz der internen Team-Kommunikation verdreifachen kann.



BodySharing for Business: Muskelsensor für virtuelle Büros - Foto 2

Zusatzfunktionen und Management-Werkzeuge

Neben der sensorischen Freigabe integriert die Plattform Sprachanrufe, Text-Chat und Bildschirmfreigabe. Enthalten ist ein Team-Dashboard, das Durchschnittswerte und Standardabweichung der Vitalitäts- und Entspannungswerte der gesamten Gruppe anzeigt, das von Führungskräften zur Steuerung der Aufgabenverteilung und der Zusammensetzung von Arbeitsteams genutzt werden kann.

Struktur des Dienstes

BodySharing® for Business folgt einem Freemium-Modell: Die FREE-Version deckt bis zu 50 Nutzer ab, mit einer kostenlosen Testphase bis zum Ende des auf die Registrierung folgenden Monats; die PRO-Version, ohne zeitliche Begrenzung, unterstützt bis zu 100 Nutzer. Der Sensor FirstVR wird über Amazon vertrieben, während der Zugang zum Dienst direkt über den Browser erfolgt, mit einer in drei Minuten abschließbaren Registrierung. H2L arbeitet nahezu vollständig im Homeoffice und setzt das eigene Produkt intern selbst ein.



BodySharing for Business: Muskelsensor für virtuelle Büros - Foto 3

Der größere technologische Kontext

BodySharing® for Business stellt eine spezifische Anwendung der von H2L entwickelten BodySharing®-Technologie dar, die auf die Übertragung körperlicher Empfindungen — Propriozeption, Gewichtswahrnehmung, Widerstand — zwischen Nutzern, virtuellen Figuren und Robotern ausgerichtet ist. Gründerin Emi Tamaki hat bereits Geräte wie PossessedHand®, das vom Time-Magazin unter die 50 Erfindungen aufgenommen wurde, die die Zukunft verändern werden, sowie UnlimitedHand® für die Ein- und Ausgabe von Gesten und Empfindungen zur Marktreife gebracht. FirstVR® reiht sich in diese Entwicklung als Werkzeug für die sensorische Eingabe im Arbeitsumfeld ein.